Die Generation Y – der neue Baustein für Ihr Unternehmen

Die Veränderungen in der Arbeitswelt sind in den letzten 15 Jahren enorm. Verantwortlich dafür sind der rasante technische Fortschritt und die damit einhergehende Digitalisierung. Der Arbeitsmarkt hat sich zwar schon immer weiterentwickelt, aber noch nie so rasant wie heute. Fachleute bezeichnen diesen Umbruch bereits als „vierte industrielle Revolution“ – kurz dem Arbeiten 4.0.

Durch diesen Wandel haben sich nicht nur die Ansprüche an die Arbeitnehmer, sondern auch an die Arbeitgeber grundlegend verändert. Die Schlagworte Volatilität, Unsicherheit, Komplexität, Ambivalenz (kurz VUCA) beschreiben die herrschenden Rahmenbedingungen, denen die Unternehmen nun ausgesetzt sind. Es gilt ein schlüssiges Zukunftsmodell zu finden, das sich diesen Herausforderungen stellt und an die Bedingungen der neuen Arbeitswelt angepasst ist.

Angesichts dessen ist es nicht weiter verwunderlich, dass große Verunsicherung bei den Unternehmen herrscht. Die Vorbereitung auf die Digitalisierung bindet nämlich nicht nur Ressourcen, sondern wirft gleichzeitig auch viele Fragen auf. Jedoch sollten die Unternehmen sich dieser Aufgabe unbedingt stellen, denn langfristig gesehen ergeben sich durch die Anpassung an die neuen Bedingungen Vorteile.

Doch wie ist die Anpassung an das Arbeiten 4.0 am besten zu vollziehen?

Indem man auf den Nachwuchs der Generationen Y und Z setzt! Die Fach- und Führungskräfte von Morgen sind nämlich die Experten für Digitalisierung schlechthin. Sie sind mit dem Wandel aufgewachsen und groß geworden. Die technischen Errungenschaften der vergangenen Jahrzehnte und vor allem die virtuelle Realität nehmen einen wesentlichen Stellenwert in ihrem Leben ein.

Da wäre zum einen die Generation Y – wie Angehörige der Geburtenjahrgänge 1980 bis etwa Ende der 90er Jahre bezeichnet werden. Sie sind teilweise noch ohne Internet und soziale Medien bzw. mit deren Anfängen aufgewachsen. Sie sind die ersten, die sich beim Einstieg ins Berufsleben eben diese neuen Skills zunutze machen konnten. Ihre Aufgabe in der Arbeitswelt 4.0 wird sein, eine Brücke zwischen innovativen und konventionellen Führungsmethoden zu schlagen. Erst neulich hat eine Bremer Studie ergeben, dass sich Angehörige der Generation Y in ihren Wunschvorstellung bezüglich Arbeiten gar nicht so sehr von den Älteren unterscheiden wie lange angenommen wurde.

Auf die Generation Y folgt die Generation Z der Jahrgänge ab der Jahrtausendwende. Sie sind bereits von klein auf in der digitalisierten Welt aufgewachsen. Sie sind noch mehr als ihre Vorgänger darin geübt eine Flut von digitalen Informationen zu verarbeiten und für sich zu nutzen. Die Generation Z ist durch soziale Netzwerke bestens miteinander verknüpft. Die virtuelle Realität ist fester Bestandteil ihres alltäglichen Lebens. Für sie ist es völlig normal Lebensmittel per App zu bestellen. Ein Leben ohne Smartphone ist für diese Generation einfach unvorstellbar und in etwa dem Exil gleichzusetzen.

Unter solchen Vorzeichen ist es nicht weiter verwunderlich, wenn Bewerbungen künftig über eine App stattfinden werden – in wenigen Minuten, per Videoclip. Eine Idee, die erst letztens von drei talentierten Jungunternehmern in der TV-Sendung „Die Höhle der Löwen“ erfolgreich präsentiert wurde.

Unternehmen, die den Anschluss an das Arbeiten 4.0 nicht verpassen wollen, sollten also unbedingt auf den talentierten und bestens qualifizierten Nachwuchs setzen. Doch wie geht man mit den jungen Talenten am besten um? Hierfür habe ich einige Tipps für Sie zusammengestellt.

Bedienungsanleitung für junge Talente

  1.  Denken Sie über neue Kommunikationswege nach. Soziale Medien (richtig eingesetzt) bereichern unser Leben.
  2.  Unser Nachwuchs ist sehr teamorientiert. Unterstützen Sie ihn bei den ersten verantwortungsvollen Aufgaben, damit er Teamführung lernt.
  3.  Junge Talente geben gerne Feedback, fordern es aber auch ein. Leben Sie eine ausgewogene Feedbackkultur im Unternehmen.
  4.  Die junge Generation ist so gut ausgebildet wie noch keine zuvor. Nutzen Sie das Wissen!
  5.  „Blamiere dich mindestens einmal täglich“. Lassen Sie genau das zu! Aus Fehlern lernt man.
  6.  Lassen Sie die jungen Talente an die lange Leine. Sie wollen kreativ sein und Projekte entwickeln. Schaffen Sie Spielraum für „learning by doing“.
  7. Werden Sie flexibel: Freiere Zeiteinteilung, anstatt permanente Anwesenheitspflicht.
  8.  Geben Sie ihnen Ihre Wertschätzung, anstatt eine Gehaltserhöhung.
  9. Ermöglichen Sie den jungen Talenten eine persönliche Weiterentwicklung, anstatt einen Firmenwagen.

Hätten Sie gerne weitere Tipps oder eine Unterstützung bei der Umsetzung? Dann schreiben Sie mir eine E-Mail an mw@monawiezoreck.de.

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2018-01-23T07:30:50+00:00 Dezember 5th, 2017|